Autor: Torsten KleinAktualisiert: 14. Januar 2021 | Lesezeit: 3 Minuten

Mönchspfeffer kann als natürliches Potenzmittel eingesetzt werden, allerdings kann es keine Wunder vollbringen.

Dieser Artikel gibt Aufschluss darüber, was Mönchspfeffer überhaupt ist und woher er stammt, wie er wirkt und in welcher Form er eingenommen werden kann. Außerdem stellen wir Alternativen vor und verraten, wann die Einnahme von Mönchspfefffer als Potenzmittel  keinen Sinn macht.

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Was ist Mönchspfeffer und woher kommt er?

Mönchspfeffer – wissenschaftlich Vitex agnus-castus genannt – ist eine Pflanze, die in erster Linie im Mittelmeerraum, aber auch in Südwestasien vorkommt. Der Name Mönchspfeffer stammt von den Früchten, die scharf schmecken. Optisch hat die Pflanze hingegen sehr wenig mit Pfeffer zu tun, stattdessen ähnelt sie in ihrer Blüteform eher dem Schmetterlingsflieder. Die Blüten sind meist violett, können aber auch weiß, blau oder rosa sein.

Früher hat man dem Mönchspfeffer eine lustmindernde Wirkung zugesprochen, weshalb die Pflanze auch unter den Namen Keuschbaum oder Keuschlamm bekannt ist. Grund hierfür ist, dass sie in zu hoher Dosierung wirklich den Sexualtrieb mindert.

Heutzutage hat sich jedoch herausgestellt, dass bei richtiger Dosierung genau das Gegenteil der Fall ist: Sie soll sich positiv auf das Lustempfinden und die Potenz auswirken.

Zwar gilt Mönchspfeffer in erster Linie als natürliches Heilmittel für Frauen, tatsächlich jedoch hat er auch zahlreiche Vorteile für den Organismus des Mannes. Daher kann das Mittel ebenso von Männern mit leichten Erektionsstörungen in Erwägung gezogen werden.

Wie kann Mönchspfeffer die Potenz verbessern?

Mönchspfeffer enthält sekundäre Pflanzenstoffe und sorgt damit dafür, dass sich die Blutgefäße im Glied erweitern. Die Durchblutung verbessert sich – die Voraussetzung dafür, dass der Penis überhaupt steif werden kann. Um das zu erreichen, muss nämlich 40 bis 100 Mal so viel Blut ins Glied fließen als im Normalzustand. Dementsprechend wichtig ist eine gute Durchblutung.

Außerdem enthält Mönchspfeffer Linolsäure. Diese führt zu einem ausgeglichenen Hormonhaushalt im Körper. Ein ausgeglichener Hormonspiegel wiederum ist notwendig, um sich allgemein wohl zu fühlen und letztlich auch Lust zu empfinden. Testosteron ist wichtig und kann Männern auch bei Impotenz helfen.

Auch die im Mönchspfeffer enthaltenen ätherischen Öle tragen dazu bei, dass die Lust gesteigert wird. Abgesehen davon wirken sie sich positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Wie kann Mönchspfeffer angewendet werden?

Mönchspfeffer ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln bzw. als homöopathisches Arzneimittel erhältlich.

Es gibt Mönchspfeffer als:

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Globuli
  • Tropfen
  • Tee
  • Extrakt

Die Menge des Mönchspfeffers in den Mitteln ist bei der Herstellung bereits so gewählt, dass die gewünschte Wirkung als potenzsteigerndes Mittel eintreten kann. Da Mönchspfeffer auch Frauen bei bestimmten Beschwerden verhelfen soll, ist es empfehlenswert auf Produkte zurückzugreifen, die explizit als „Mönchspfeffer für Männer“ ausgezeichnet sind.

Dosierung von Mönchspfeffer als Potenzmittel?

Die genau Dosierung und Einnahmemenge sind vom Produkt abhängig und auf den jeweiligen Verpackungen erklärt.

Wichtig ist zum einen, sich an die Empfehlungen zu halten, da eine zu hohe oder zu niedrige Dosierung einen gegenteiligen Effekt haben kann. Zum anderen sollte bedacht werden, dass Mönchspfeffer in der richtigen Menge über einen längeren Zeitraum eingenommen werden muss, damit sich ein Effekt bemerkbar macht.

Was gibt es für Alternativen?

Wer kein Mittel zu sich nehmen möchte, welches den Hormonhaushalt beeinflusst, kann andere natürliche Potenzmittel ausprobieren, die sich beispielsweise in erster Linie auf die Durchblutung auswirken. Ingwer oder Ginseng können Alternativen sein.

Wer hingegen keine Nahrungsergänzungsmittel oder homöopathische Mittel einnehmen will, kann auf gewisse Obst- oder Gemüsesorten zurückgreifen, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Hierzu zählen unter anderem Sellerie, Grapefruit oder Granatäpfel.

Letztlich können natürliche Potenzmittel keine Medikamente wie Viagra oder Cialis ersetzen. Diese sind sinnvoll, wenn die Erektionsstörungen schwerwiegend sind und/ oder länger anhalten. In diesem Fall ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen und mit diesem die weiteren Schritte zu besprechen.

Quellen, wissenschaftliche Studien & Literatur:
  1. Natürliche Potenzmittel und was Sie darüber wissen sollten | medizin-aspekte.de
  2. Mönchspfeffer – Wikipedia

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