Autor: Torsten KleinAktualisiert: 14. Januar 2021 | Lesezeit: 3 Minuten

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die zu einer stärkeren Erektion, also einem härteren Glied beitragen können. Sie sind allerdings nur bei leichten Problemen sinnvoll, da sie kein Ersatz für verschreibungspflichtige Potenzmittel sind.

Wir verraten in diesem Artikel, was die Ursachen für zu schwache Erektionen sein können und welche Hausmittel nützlich sind. Außerdem erklären wir, was sonst noch helfen kann, und stellen mögliche Alternativen vor.

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Was sind die Gründe für eine zu schwache Erektion?

Eine Erektion entsteht dadurch, dass Blut in das Glied fließt – und zwar 40 bis 100 Mal mehr als im Normalzustand. Folglich ist eine zu schwache Erektion darauf zurückzuführen, dass es Probleme bei der Durchblutung gibt.

Zum einen kann es sein, dass zu wenig Blut in den Penis fließt, wodurch dieser nicht hart genug wird. Die Ursache hierfür können verengte Blutgefäße in den Arterien sein, die beispielsweise die Folge einer zu fetten und cholesterinreichen Ernährung sein.

Zum anderen ist es möglich, dass das Blut zu schnell wieder abfließt. Dafür verantwortlich ist ein zu schwaches Gewebe, welches normalerweise dafür sorgt, dass das Blut einbehalten wird. Gründe hierfür können Stoffwechselstörungen, hormonelle Störungen oder ein Mangel an Testosteron sein.

Bleibt die Morgenlatte aus, kann dies bereits ein Anzeichen für Erektionsstörungen sein.

Welche Hausmittel sorgen für eine härtere Erektion?

Die Grapefruit oder andere Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen senken den Blutdruck und halten die Blutgefäße gesund. Zudem sorgt der Verzehr von Grapefruit dafür, dass der Organismus Stickstoffmonoxid produziert. Dadurch weiten sich zum einen die Gefäße, zum anderen ist es essentiell für die Entstehung einer Erektion.

Im Übrigen enthält auch die Wassermelone eine wichtige Aminosäure zur Produktion von Stickstoffmonoxid: Citrullin. Demnach ist auch der Verzehr dieser Frucht bei zu schwacher Erektion empfohlen.

Neben Citrullin stellt auch die Aminosäure L-Arginin einen wichtigen Faktor bei der Durchblutung dar. Sie stärkt nicht nur die Muskulatur, auch sie wirkt durch den Anstoß zur Stickstoffmonoxidproduktion gefäßerweiternd. L-Arginin ist zum Beispiel in Kürbiskernen, Erdnüssen und Mandeln enthalten.

Olivenöl gilt im Mittelmeerraum als das Potenzmittel schlechthin. Tatsächlich beeinflusst es den Blutfluss auf bedeutende Art und Weise. Denn es vermindert Entzündungen der Gefäße, es senkt den Blutdruck und es macht das Blut selbst geschmeidiger.

Die Wurzel Kurkuma enthält einen Stoff, der das Verklumpen von Blutplättchen verhindert und Ablagerungen in den Gefäßen reduziert: Curcumin. Das Blut kann also besser fließen. Kurkuma kann bei der Zubereitung asiatischer Speisen verwendet werden, es gibt jedoch auch Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma.

Im Gegensatz dazu wirkt die verwandte Ingwerwurzel direkt auf das Blut ein, indem sie es verdünnt. Der Effekt ist letztlich ähnlich: Die Durchblutung wird verbessert. Ingwer kann nicht nur beim Kochen asiatischer Gerichte genutzt werden, es ist auch eine beliebte Zutat für Suppen oder Tee.

Der Granatapfel wirkt gleich auf zweifache Weise: Er weitet auf der einen Seite die Blutgefäße und sorgt so für eine bessere Durchblutung. Auf der anderen Seite sorgt er für eine erhöhte Produktion von Testosteron.

Was kann sonst noch für eine härtere Erektion getan werden?

Neben der richtigen Ernährung spielt auch die Muskulatur eine wichtige Rolle bei der Erektion. Durch gezielte Beckenbodenübungen kann die Muskulatur und somit die Durchblutung dieser Körperregion gestärkt werden.

Hausmittel und Stärkung der Potenzmuskulatur sind dann sinnvoll, wenn leichte Störungen der Erektion vorliegen. In schweren Fällen ist der Gang zum Arzt jedoch unumgänglich, da nur dieser letztlich herausfinden kann, wo genau die Ursache liegt. Eventuell können nur verschreibungspflichtige Potenzmittel wie Viagra oder Cialis helfen.

Quellen, wissenschaftliche Studien & Literatur:
  1. Potenz natürlich steigern – NetDoktor
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