Autor: Torsten KleinAktualisiert: 30. Januar 2021 | Lesezeit: 3 Minuten

Der Androloge bzw. Urologe ist der richtige Ansprechpartner wenn es um Potenzmittel geht.

Allerdings können auch andere Fachärzte oder sogar der Hausarzt ein Rezept ausstellen, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Wir erklären in diesem Artikel, welcher Arzt wann der richtige Ansprechpartner ist und welche Möglichkeiten es heutzutage über das Internet gibt.

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Kann der Hausarzt Potenzmittel verschreiben?

Der Hausarzt ist für viele Patienten erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen und ja, auch er kann bei Erektionsstörungen entsprechende Medikamente verschreiben. Dabei handelt es sich in der Regel um PDE-5-Hemmer, die die Durchblutung in das Glied verbessern und somit für eine stärkere und längere Erektion sorgen. Bekannt hier ist Viagra oder auch Cialis.

Da diese Potenzmittel also Einfluss auf Herz-sowie Blut-Kreislaufsystem nehmen, muss der Arzt vorher sichergehen, dass keine entsprechenden Krankheiten vorliegen. Nieren- und Leberinsuffizienz müssen ebenfalls ausgeschlossen werden.

Dies kann auch der Hausarzt, demnach kann er kurzfristig Medikamente gegen Potenzprobleme verschreiben. Langfristig jedoch sollte ein Urologe aufgesucht werden, da Erektionsstörungen sein Fachgebiet sind und er den Ursachen auf den Grund geht. Ein Hausarzt kann hierfür eine Überweisung ausstellen.

Alternativ kann immer ein Online Arzt PDE-5-Hemmer verschreiben:

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Verschreibt der Urologe Potenzmittel?

Ja, der Urologe ist der Facharzt, der bei schwerwiegenden und langfristigen Erektionsstörungen aufgesucht werden sollte. Er gilt als sogenannter „Männerarzt“, da er sich mit den Organen des Mannes beschäftigt. Da hierzu ebenso die harnbildenden und –ableitenden Organe zählen, die auch Frauen haben, ist er jedoch nicht ausschließlich auf Männer spezialisiert.

Ein weiterer Facharzt bei Potenzproblemen ist der Androloge. Er ist auf die Geschlechtsorgane des Mannes spezialisiert. Allerdings bezeichnet die Andrologie eine Zusatzqualifikation, die als Arzt erworben werden kann. Ein Urologe beispielsweise kann sich demnach auch zum Andrologen ausbilden lassen.

In der Regel können die Ursachen für Erektionsstörungen bereits vom Urologen entdeckt und behandelt werden. Aus diesem Grunde ist er der Arzt, der in erster Linie Potenzmittel verschreiben kann.

Wir weisen darauf hin, dass Erektionsstörungen nicht zwangsläufig körperliche Ursachen haben müssen. Es können auch psychische Probleme zugrunde liegen. Dementsprechend können auch Neurologen oder Psychologen die richtigen Ansprechpartner bei der langfristigen Behandlung sein.

Kann ein Online Arzt Potenzmittel verschreiben?

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Ja, es ist möglich,  über Online Kliniken können zugelassene Ärzte Potenzmittel ganz ohne persönliches Gespräch verschreiben. Hierzu muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, der dann von einem Arzt überprüft wird.

Dieser stellt ggf. ein Rezept für entsprechende Medikamente aus, welches dann automatisch an Online Apotheken weitergeleitet wird. Vor dem Hintergrund, dass das Thema vielen Männern unangenehm ist, ist diese anonyme Variante eine beliebte Alternative.

Die Online Beratung kann selbstverständlich keine ärztliche Untersuchung beim Urologen ersetzen, die in manchen Fällen notwendig ist. Daher sollte ein Arztbesuch möglichst bevorzugt werden. Wer sich online ein Rezept ausstellen lässt, sollte unbedingt ehrlich beim Ausfüllen des Fragebogens sein. Bei gewissen Vorerkrankungen können Potenzmittel sehr gefährlich sein, daher sollte nichts verschwiegen werden.

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Können Potenzmittel auch ohne Rezept gekauft werden?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja – aber wir raten dringend davon ab.

Zum ersten ist der freie Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten illegal. Internetshops, die solche anbieten, sind in der Regel Fake Shops, die auch nur eine Fake Adresse im Impressum angeben.

Oft werden Produkte aus dem Ausland angeboten, die gar nicht eingeführt werden dürfen. Es kann also Probleme beim Zoll und im schlimmsten Fall eine Anzeige geben.

Zudem sind viele Produkte gefälscht, mit wirkungslosen oder gar gefährlichen Substanzen gestreckt, da sich die Herstellung nicht nachvollziehen lässt. Es drohen also nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch gesundheitliche.

Es ist also ratsam, immer einen Arzt aufzusuchen und niemals chemische Potenzmittel ohne Rezept zu kaufen.

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Quellen, wissenschaftliche Studien & Literatur:
  • https://www.mannvital.de/mann-potenz/erektionsprobleme/urologe/
  • https://www.ratiopharm.de/ratgeber/erektile-dysfunktion/hilfe-und-tipps/tipps-fuer-das-arztgespraech.html
  • https://www.prosturol.de/urologe/androloge/https://www.urology-guide.com/erkrankungen/andrologie/
  • https://www.lifeline.de/sexualitaet/erektionsstoerungen/viagra-id109716.html